Geschichte

Wir über uns: Wer ist die Air Zermatt?

Die Air Zermatt AG wurde im Jahre 1968 gegründet mit einem Helikopter, einem Piloten und einem Mechaniker. Zur Zeit beschäftigt die Air Zermatt AG ca. 65 Personen:

  • 13 Piloten
  • 16 Flughelfer / Chauffeure (z.T. Saisonangestellte)
  • 12 lizenzierte Mechaniker
  • 14 Einsatzleitung, Administration und Kundendienst
  • 10 Rettungssanitäter und Transporthelfer

Die Air Zermatt hat sich in ihrer über 45-jährigen Geschichte konstant weiterentwickelt. Vom „einfachen“ Helikopter, welcher ausschliesslich für Rettungseinsätze benutzt wurde, bis zu einer Flotte von 9 Helikoptern. Mit dieser Flotte können alle möglichen Transporte, Passagierflüge und einfache, wie auch extreme Rettungen durchgeführt werden. Mit der eigenen Flugschule „alpine helicopter services“ können wir die notwendige Aus-, Fort- und Weiterbildung von eigenen und fremden Piloten durchführen. Zusätzlich decken wir durch das „Air Zermatt Training Center ATC“ die Sachbereiche der präklinischen Notfallmedizin ab (Aus-, Fort- und Weiterbildung). Integriert ist ebenfalls die Vermittlung von Wissen und Können zu sicherheitstechnischen Aspekten im Alpinsport.

Wieso können wir überhaupt einen so grossen und breitgefächerten Bereich abdecken? Dies ist Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, zu verdanken. Die enge und treue Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern und Partnern beflügeln uns für die Zukunft. Durch diese Motivation möchten wir all unser Know-how und unsere Arbeitskraft dafür einsetzen, weiterhin effizient, zuverlässig und in gewohnter Qualität zu retten, zu transportieren und zu schulen.

Wir wollen uns keinesfalls auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern alles unternehmen, um anstehende Probleme zu lösen. Wir wollen auch in Zukunft zuverlässig, pünktlich und innovativ sein. Deshalb bilden sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen permanent weiter. Durch diese Sicherung unseres Fachwissens und unserer Fachkompetenz möchten wir, dass dies den Kunden zugute kommt.

Wir wollen für Sie da sein, in guten und schlechten Zeiten! Wir werden die angefangenen Bemühungen und die Ziele konstant weiterverfolgen. Ich danke Ihnen schon heute für das zukünftige Vertrauen, denn der Erfolg, das Erlebnis, die Freude unserer Kunden und Partner ist auch unser Erfolg.
Vielen herzlichen Dank und viel Freunde beim surfen. Lassen Sie sich durch die Bilder und Texte in die Welt der Air Zermatt versetzen.

Gerold Biner, Direktor Air Zermatt

Dies ist die Geschichte der Air Zermatt

  • 1968 – 1971

    1968 wird in Zermatt – umgeben von einem Kranz von 29 Viertausender, dem Mekka der Bergsteiger, ein Helikopterunternehmen, die Air Zermatt AG, ins Leben gerufen mit dem vorrangigen Zweck, den Verunfallten in den Bergen rasche Hilfe zu bringen. Ein Heliport, auf einem Felsvorsprung nördlich des Dorfes gelegen, entsteht. Von hier aus nehmen in der Folge die spektakulärsten Helikopter-Rettungsaktionen in den Schweizer Alpen ihren Anfang.

    Wiedereinmal, wie schon öfters, konnte der Rettungshelikopter von Sion aus Wettergründen nicht starten um schwer verletzte Bergsteiger aus dem Zermatter Hochgebirge zu retten. Die Zermatter konnten es fast nicht begreifen, war doch kein Wölkchen am Himmel. Einige Idealisten um Beat H. Perren (Ambulanzwesen), Constantin Cachin (Kurdirektor) Daniel Lauber und Ulrich Imboden (Bauunternehmer) und einige mehr, entschlossen sich Ende 1967 einen Helikopter für Zermatt zu kaufen und einzusetzen. Zum Glück ahnten sie nichts von den zukünftigen Schwierigkeiten. Am 01.04.1968 flog der Heli (Jet Ranger) von Malpensa nach Bern und am 10.04.1968 nach Zermatt und Täsch, wo er in einer zu kleinen Scheune 1 Jahr lang untergebracht war (im Winter auf dem Dach von Dr. Julen mitten in Zermatt). Am 14.04.1968 wurde mit dem Jet Ranger der 1. Rettungseinsatz (Beinbruch Kind – Flugretter B. H. Perren) durchgeführt.

    Im Jahre 1969 wird eine Alouette III, SA 3160, „HB-XDA“, auf dem Heliport in Zermatt stationiert. Es ist der erste, mit einer Rettungswinde ausgerüstete Rettungshelikopter in der Schweiz, einem Helikopter, der in der Schweizerischen Luftrettung Geschichte schreiben sollte. Es ist die Air Zermatt, die von nun an, an vorderster Front mit dabei ist, den Luftrettungsdienst in der Schweiz aufzubauen. Die Helikopter der Air Zermatt werden von der Rettungsflugwacht (heute REGA) in der ganzen Schweiz zu Hilfeleistungen aufgeboten, im Berner-Oberland, in den Kletterbergen der Zentralschweiz, im Freiburgischen, im Tessin und sogar im entfernten Graubünden retten Helikopter der Air Zermatt. Auch im Grenzbereich Italiens bringen Helikopter und Besatzungen der Air Zermatt Hilfe.

    1970, anlässlich des ersten internationalen Helikopter-Symposiums im Berner Oberland zeigt die Air Zermatt mit ihren Piloten Günther Amann und Siegfried Stangier, dass Direktrettungen mit dem Helikopter auch in den steilsten und gefährlichsten Bergwänden wie der Eigernordwand möglich sind. An 5 Stellen der Eigernordwand werden Bergführer mit der Winde abgesetzt. Die Rettungsfachleute staunen und horchen auf. Anlässlich des gleichen Helikopter-Symposiums landet zum ersten Mal ein Helikopter, die Alouette III „HB-XDA“ der Air Zermatt, auf dem äußerst kleinen Felsvorsprung an der Mittellegi-Hütte des Eigers.

    alouette2Schon im folgenden Jahre, 1971, wird durch Günther Amann die erste Direktrettung in der berüchtigten Eigernordwand durchgeführt. Für diese hervorragende Leistung wird Pilot Günther Amann in Amerika ausgezeichnet. In der Folge werden durch die Air Zermatt und ihre Tochterfirma, die BOHAG, mit Erfolg viele Eigernordwand-Direktrettungen vorgenommen.

    1971 erfolgt unter äußerst schwierigen Wetterverhältnissen und grimmigem Schneefall die erste Helikopter-Nachtwindenrettung in den Engelhörnern durch Pilot Günther Amann. Ebenfalls 1971 wird von der Air Zermatt der Rettungs- und Transporthelikopter für das Hochgebirge, die SA 315 B LAMA, angeschafft. Eine Maschine wird in Zermatt und eine zweite in Interlaken stationiert. Die Air Zermatt ist das erste Helikopterunternehmen, welches diesen Helikoptertyp außerhalb des Herstellerlandes Frankreich einsetzt. Ein Helikopter, der mit 12`443 m noch heute den absoluten Höhen-Weltrekord innehält. Die Air Zermatt entwickelt in der Folge wesentliches Zubehör zu Alouette III- und Lama-Helikoptern: Skikörbe für beide Helikoptertypen werden entworfen und gebaut, die in der Folge von den meisten Helikopterunternehmen in der Schweiz übernommen und benützt werden.

    1972 – 1975

    Im Winter 1972 werden durch die Air Zermatt weltweit erstmals in der Geschichte der Helikopterrettung 72 Passagiere aus einer 240 m über Grund blockierten Großkabine der Luftseilbahn am Schildhorn evakuiert. Anlässlich des 2. Internationalen Helikopter-

    Symposiums auf der Kleinen Scheidegg demonstriert die Air Zermatt erstmals Rettungen mit verlängertem Windenseil, sogenannte Longline – Rettungen. An einem Seil von 65 m Länge wird in der Eiger-Westflanke das Absetzen von Rettern im Fels gezeigt.

    Die großen Waldbrände im Wallis führen die Air Zermatt als das erste Helikopterunternehmen in der Schweiz dazu, Löschmaterial und Löschmethoden für Helikopter zu entwickeln. Mit Mechanikermeister Sarbach entstanden die ersten Löschwassersäcke, die bei Waldbränden oberhalb von St. Luc und im Pfynwald verwendet wurden und die auch bei den großen Waldbränden in Deutschland, in der Lüneburger Heide, zum Einsatz kamen. In der Folge entwickelt und patentiert die Air Zermatt ihren Kipplöschkessel, welcher sich bei der Waldbrandbekämpfung als äußerst wirksam erweist. Ebenso werden von der Air Zermatt die großen Löschwasserbehälter entwickelt, um die Wasseraufnahme mit den Helikoptern möglichst nahe am Brandherd vornehmen zu können, was Wasserabwürfe in möglichst kurzen Intervallen ermöglicht.

    1973 wird von der Air Zermatt der wohl wichtigste Schritt in der schweizerischen Luftrettung getan: die Medikalisation der Helikopterrettung. Als alouette3erstes Rettungsunternehmen in der Schweiz hält die Air Zermatt fortan festangestellte Ärzte und Anästhesiepfleger auf ihrer Basis bereit, welche die Helikopterbesatzungen auf ihren Rettungseinsätzen begleiten.

    Im Jahre 1975 erfolgt die wohl schwierigste Rettung in der verschneiten Badile-Nordostwand unter sehr schwierigen Wetterbedingungen durch die Air Zermatt. Pilot und Flughelfer werden für diesen Einsatz in Amerika mit dem „Heroism award“ ausgezeichnet.

    1976 – 1982

    Die Rettungsflüge bei Nacht stellen große Anforderungen an die Flugsicherheit. Im Jahre 1976 beschafft sich die Air Zermatt, als erstes Helikopterunternehmen, lichtstarke Suchscheinwerfer, um das Risiko bei Nachtflügen zu vermindern. Ein weiterer Schritt ist die Herstellung einer eigenen Aufhängung an der Helikopter-Nase für diese Suchschweinwerfer bei gleichzeitigem Einbau einer Übersteuermöglichkeit durch den Piloten.

    Gletscher-Spalteneinsätze, für im Eis der hochalpinen Gletscher eingeklemmte Bergsteiger, haben die Retter schon immer vor große  Probleme gestellt. Der im Gletschereis Eingeklemmte schmilzt mit seiner Körperwärme in das ihn umgebende Eis, gleitet in die Tiefe und ist für die Retter schon nach kurzer Zeit nicht mehr erreichbar. Durch den engen Kontakt mit dem Gletschereis nimmt seine Körpertemperatur rasch ab und er stirbt an Unterkühlung. Mit speziellen Zangen, Netzen und Metallhaken hat man immer wieder vergeblich versucht, im Gletschereis eingeklemmte Bergsteiger noch lebend zu bergen. Die Zermatter-Retter stellten erste Versuche an, indem sie mit Kettensägen Eisblöcke heraussägten, um  sich auf diese Weise einen Zugang zu den Eingeklemmten zu verschaffen. Das Arbeiten mit Kettensägen im Eis erweist sich aber als zu gefährlich. Die Air Zermatt stellte darauf erste Versuche an, um im Eis eingeklemmte Bergsteiger durch den Einsatz von Kompressoren und pneumatischen Abbauhämmern schneller bergen zu können. Die Air Zermatt entwickelte speziell geformte Meißel, um das Eis besser abbauen zu können. Der erste Einsatz mit Kompressor und Abbauhammer erfolgt mit Rettungschef Hermann Petrig auf dem Grenzgletscher. Die erfolgreiche Nachtreffung einer, im Gletschereis auf 4’500 m. ü. M. eingeklemmten deutschen Alpinistin beim Lysjoch, die mit  einer Körperstammtemperatur von nur gerade 25 Grad Celsius in die Universitätsklinik eingeliefert wird und schadlos überlebt, löst Erstaunen aus. Das Herausziehen der Verunfallten erfolgt improvisiert mit Seilen und Flaschenzügen. Anfangs der 80er -Jahre wird von der Air Zermatt erstmals das von der Firma Habegger entwickelte Dreibein in der Spaltenrettung eingesetzt. Rettungschef Bruno Jelk verbessert in der Folge mit der Firma Fux Metallbau dieses Dreibein, das in der verbesserten Konstruktion als Zweibein auch bei sehr breiten Gletscherspalten eingesetzt werden kann. Dieses Dreibein wird mit sogenannten Habegger-Zügen und später mit 2 Rettungswinden versehen. Die sich im engen Geltscherspalt ansammelnden Eisstücke, die durch die Abbauarbeit mit den Bohrhämmern entstehen, geben den Rettern neue Probleme auf, weil sie sich unten im engen Spalt ansammeln und so den Zugang zum Eingeklemmten erschweren. Bruno Jelk versucht, diesem Problem mit der Herstellung von Känneln beizukommen, die die Eisstücke seitlich ableiten sollen. Die Air Zermatt gibt Anstoß zur Schaffung von aufblasbaren Luftkissen, die demselben Zweck dienen. Die sensationelle Rettung eines italienischen Bergsteigers am Dom auf 4’200 m. ü. M, welcher nach 5-stündiger anstrengendster Arbeit durch die Bergführer in einer Tiefe von 42m aus dem Gletschereis befreit werden kann, zeigt, dass die Gletscherspaltenrettung revolutioniert und auf einen neuen Standard gebracht worden ist. Der Bergsteiger, bei welchem in der Universitätsklinik eine Körperstammtemperatur von nur 17.2 Grad Celsius gemessen wurde, hat ohne Folgeschäden überlebt. Die Spaltenrettungsmethoden der Air Zermatt werden zum internationalen Standard. Die Air Zermatt nimmt als erstes Unternehmen in der Schweiz die Entwicklung und die Zertifikation von ausgebuchteten Pilotentüren (Bubble-Doors) für die verschiedenen Helikoptertypen an die Hand. Von dieser Entwicklung machen in der Folge ausnahmslos alle anderen Schweizer Helikopterunternehmen Gebrauch.

    In der Lawinenrettung setzt die Air Zermatt, erstmals in der Schweiz, die sogenannten Förster-Sonden ein. Diese eignen sich speziell zum Lokalisieren von ferromagnetischen Teilen (wie Autos usw.) im Lawinen-Schnee. Mit Rettungschef Bruno Jelk werden ab 1982 für die Lawinenrettung in mehrjährigen Versuchen die sogenannten Recco Reflektoren sowohl im Schnee wie auch im Eis getestet und dann auf den Air Zermatt-Helikopterbasen bereitgehalten. Trotz unsachlicher Kritik zu Beginn haben sich die Recco- Radarsuchgeräte als ein äußerst präzises Ortungsgerät durchgesetzt und sind heute auf allen Helikopterbasen der Schweiz vorhanden.

    1983 – 2000

    Die Medikalisation der Rettung wird bei der Air Zermatt ab 1983 neu überdacht und verbessert. Ab 1984 werden auf den Rettungsbasen der Air Zermatt Anästhesie-Ärzte und Anästhesiepfleger mit Notfall- und Intensivmedizin Erfahrung eingesetzt, welche von nun an die Rettungshelikopter begleiten. Auch die medizinische Ausstattung der Helikopter wird verbessert und ab Ende der 80er – Jahre steht der Air Zermatt mit der Bell 412 eine schnellere, geräumigere, 2-motorige Rettungsmaschine zur Verfügung. Dieser Helikopter ermöglicht es, mehrere polyblessierte Patienten während des Transportes zu überwachen und zu behandeln. Mit der 90m Winde und der größeren Leistung können Rettungen durchgeführt werden, die mit den kleineren Maschinen nicht machbar waren. Die Zusammenarbeit mit der Lonza, vor allem aber die Entwicklung und die Herstellung eigener Geräte machte es möglich, die Begrünung von Pisten und Baustellen bis in eine Höhe von 3’000m mittels Helikopter mit großem Erfolg vorzunehmen.

    In den Jahren 1982 und 1983 wurden von der Air Zermatt Rettungsgeräte für Sesselund Gondelbahnen konzipiert und mit der Firma Fux Metallbau gebaut, die notwendige Evakuationen von Passagieren auf diesen Transportanlagen ermöglichten.

    Überhangrettung: Der Gedanke, Personen in steilen Felswänden unter Überhängen zu retten, beschäftige den Zermatter Rettungschef Bruno Jelk. Mit der, von Jelk konzipierten, in gemeinsamen Übungen erprobten, teleskopischen Jelk-Stange, wird ein weiteres Kapitel der Extremrettung im Fels einer Lösung zugeführt. Der Retter zieht sich mit Hilfe der Jelk-Stange unter den Überhang, zieht anschließend das Windenseil des Helikopters zu sich und übergibt den zu Rettenden, mit Hilfe eines Seiles mit dem VPund Blockierungsknoten, der ein gefährliches Pendeln verhindert, dem Rettungsseil des Helikopters.

    Für den Transport von Dünger und Mist in die Rebberge verwendet die Air Zermatt anstelle der Metallbehälter erstmals spezielle Kunststoffsäcke.

    Rettungen im grenznahen Gebiet, mit Rettungsleuten verschiedener Länder, führen Bruno Jelk und die Air Zermatt dazu, einen internationalen Rettungskurs für Rettungsleute aus Italien, Frankreich und der Schweiz durchzuführen. Diese Rettungskurse, „Triangulaire“ genannt, werden zu einem Erfolg und bringen in gemeinsamer Arbeit viel neues Rettungsmaterial und neue Rettungsmethoden hervor; Rettungsmaterial, das zum Standardmaterial der alpinen Rettung wird. Franco Garda, Bruno Jelk, das PGHM von Chamonix und die AIR Zermatt sind daran beteiligt. Die Druckkammer für Patienten mit Höhenödemen, die französische Trage, ein leichteres Dreibein und Säcke, um bei der Spaltenrettung das mit den Bohrhämmern abgespaltene Eis aus dem Spalt zu entfernen, aufblasbare Kissen zum Befreien von Eingeklemmten unter Baumstämmen, Felsbrocken und unter Fahrzeugen wurden in diesen Kursen erfolgreich getestet. Die von Bruno Jelk mit viel Erfahrung angegangene ,,Longline“ – Rettungstechnik wird eingeführt, wobei Retter, welche sich bis zu 220m unter dem Helikopter befinden, von der Air Zermatt in Felswände abgesetzt und aus Felswänden geholt werden.

    fotoflugDer Helikopter wird zum nicht mehr wegzudenkenden Transport- und Einsatzmittel bei Naturkatastrophen mit unterbrochenen Verkehrswegen und Überschwemmungen. Die Helikoptertransporte für den Bau der höchsten Berghütte in den Alpen, der Capanna Margherita, 80m höher als der Gipfel des Matterhorns auf 4`553 m ü. M. gelegen, wird der Air Zermatt anvertraut. Eine der größten Baustellen in unseren Alpen, die Luftseilbahn auf das kleine Matterhorn, 3’820 m.ü.M. wird von Helikoptern der Air Zermatt bewerkstelligt. Über 6’000 Personen werden transportiert, mehr als 6 Mio kg Baumaterial hinaufgeflogen und sogar der Seilzug mit dem Helikopter vorgenommen. Wahrlich eine Leistung.

    2001 – heute

    Im Jahre 2001 wird mit der eigenen Flugschule, „Alpine Helicopter Services“ die  notwendige Aus-, Fort- und Weiterbildung von eigenen und fremden Piloten durchführt. Zusätzlich decken wir durch das „Alpine Rescue Center by Air Zermatt“ die Sachbereiche der präklinischen Notfallmedizin ab (Aus-, Fort- und Weiterbildung). Integriert ist ebenfalls das Vermitteln von Wissen und Können zu sicherheitstechnischen Aspekten im Alpinsport. Mitte Dezember 2002 wird mit dem Kauf des EC 135 T2 (zwei Turbinen) ein weiterer wichtiger Schritt in der Helikopterrettung getan. Ausgerüstet mit dem modernsten medizinischen Equipment ist er bestens ausgerüstet für Direktrettungen, wie auch für Verlegungsflüge. Die Air Zermatt, die heute von 3 eigenen Basen Zermatt, Raron und Gampel, sowie vom Flugplatz Sitten aus operiert, hat sich eine hervorragende Infrastruktur geschaffen, um die sie in Fachkreisen zu Recht beneidet wird. Ihr Know how, ihre fachlichen Kenntnisse und die Zuverlässigkeit ihrer Mitarbeiter, der hohe Standard der technischen Wartung ihrer Maschinen, all das ist zu einem Begriff geworden.

    Gründungsmitglied Beat H. Perren

    „Im Verlauf ihrer über 45-jährigen Geschichte ist die Air Zermatt vom Einmannbetrieb zu einem Unternehmen gewachsen, das heute bis zu 70 hochspezialisierte Mitarbeiter beschäftigt. Die Air Zermatt ist zu einem Dienstleistungsbetrieb geworden, der im Oberwallis nicht mehr wegzudenken ist. 100`000 Flugstunden, davon über 20`000 Rettungsflüge, sind eindrückliche Zahlen. Die Air Zermatt AG als Unternehmen lässt sich aber nicht allein in Zahlen fassen und beschreiben. Sie wird vielmehr von den Menschen geprägt, welche dieses Unternehmen mit ihrem Fleiss und ihrem Einsatz, mit ihrer Überzeugung und ihrer Hingabe zu dem gemacht haben, was es heute ist. Es sind Menschen, die nicht in einem ,,elitären Club“ zusammenarbeiten, wie es bei einem Unternehmen scheinen mag, welches oft im Rampenlicht der Medien steht. Es sind Menschen, welche ihre berufliche Erfüllung in einem, zugegebenermassen nicht alltäglichen Beruf gefunden haben. Es sind Menschen, die sich, einsatzbereit und immer zuverlässig, gegenseitig vertrauen. Die Air Zermatt, mit all diesen ihren Mitarbeitern, wird auch in Zukunft bemüht sein, sich als Dienstleistungsbetrieb der Oberwalliser Bevölkerung zur Verfügung zu halten, und das, in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Die Mitarbeiter der Air Zermatt, die mit Leib und Seele hinter ihrem Beruf und ihrer Berufung stehen, sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch auf das Wohlwollen der Behörden und auf das Verständnis der breiten Öffentlichkeit angewiesen.“

    beat_perren

    Beat H. Perren, VR-Präsident

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