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Einweisung Zermatt

Eine Einweisung für den Heliport in Zermatt wurde vom BAZL verlangt, nachdem vermehrt festgestellt wurde, dass konventionelle ­Anflugverfahren von nicht ortskundigen Piloten, aufgrund von steilen Anflügen im Vortexbereich, zu gefährlichen Situationen geführt haben.

Diese Einweisung ist obligatorisch
Die Einweisung beinhaltet einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil am Doppelsteuer. Mit dieser Präsentation möchten wir Sie unter anderem auf die speziellen Gegebenheiten dieses Heliportes aufmerksam machen. Diese Dokumentation stellt nur eine Empfehlung dar, welche nicht verbindlich ist. Die endgültige Entscheidung bleibt in jedem Falle dem Piloten überlassen!

ICAO Kennung    
LSEZ

Höhe    
5315ft / 1620m

Flugplatzhalter    
Air Zermatt AG

PPR
Tel. + 41 27 570 70 00

Einweisung erforderlich   
PPR Online Formular

Betriebszeiten    
08.00 – 12.00 / 13.30 – 18:.00 LT

Fuel
JET A 1

Zoll
NIL

AFIS    
Heli 1 159.675 / VHF 130.005

Anflug bei Nordwind

  • Ungefähr 90% der Anflüge erfolgen bei Rückenwind.
  • Anfluggeschwindigkeit: 55 kt beim Schützenhaus.
  • Anflughöhe: Höhe Schützenhaus.
  • Anflug so flach wie möglich in der Aufwindzone.
  • Bei zu steilen Anflügen besteht Vortexgefahr.
  • Beim Erreichen der Kante der Plattform fällt der Aufwind weg und der Helikopter fliegt in die Wirbelschleppen ein.
  • Je stärker der Nordwind, desto grösser sollte die Leistungsreserve sein, um das Durchsacken des Helikopters auffangen zu können.
  • Wenn der Helikopter über dem «H» schwebt und zur Landung ansetzt, befindet sich der Heckrotor sowie die ­Stabilisierungsflächen in der Aufwindzone.
  • Je nach Helikoptertyp kann dieser ungünstige Effekt dazu führen, dass volle Steuerausschläge nötig sind, um die Vorwärtsgeschwindigkeit zu stoppen.
  • In dieser ungünstigen Phase nicht lange versuchen den Helikopter im Schwebeflug zu halten, sondern sofort landen.

 

 

Anflug bei Nordwind

Start bei Nordwind

Variante 1
Bei schwachem Nordwind oder bei leistungsstarken Helikoptern wird empfohlen, zuerst rückwärts zu starten bis sich der Heli im Aufwind befindet und sich dann um die Hochachse in den Wind zu drehen.
 

Start bei Nordwind

Variante 1











 

Start bei Nordwind

Variante 2
Bei mässig bis starkem Nordwind oder bei leistungsarmen Helikoptern sollte der Heli mittels «Groundwheels» in den Wind gedreht werden. Falls keine Räder vorhanden sind, kann der Heli im Schwebeflug in den Wind gedreht werden, wo später die Passagiere zusteigen können.

Anflug bei Südwind

 

 

Start bei Südwind

Es wird eine Leistungsreserve von 10% empfohlen, um sicher über die Lärmschutzwand zu steigen und, um ­anschliessend Geschwindigkeit aufnehmen zu können.
 

 

Start bei Südwind

Mit dem Wind drehen und die Nase nicht hochnehmen (Speedverlust bedeutet Gefahr).

Allgemeines

  • Voraussetzung für eine Einweisung ist eine gültige Schweizer MOU Lizenz.
  • Keine PPR Erlaubnis für Helikopter Typen in der Leistungsklasse wie EC20 oder ähnliches. Ausgenommen für MOU Training.
  • Für CAT Flüge außerhalb der Leistungsklasse 1 bedarf es für den verwendetet Hubschrauber einer CAT.POL.H.305 Bewilligung.
  • Der erste Funkkontakt findet bei St. Niklaus oder 5 bis 10 Minuten vor der Landung, auf Heli 1 oder VHF 130.005 Mhz, statt. Ohne Landebestätigung der Einsatzleitung Zermatt geht man über dem Golfkurs (6500 ft) zwischen Randa und Täsch in einen hold.
  • Die Flughöhe über Täsch sollte nicht weniger als 6500 ft betragen.
  • Zwischen Täsch und Zermatt kann dann auf ca. 5500 ft abgesunken werden, damit man im Endanflug nicht höher ist als das Schützenhaus.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Geschwindigkeit von ca. 55 kt beim Schützenhaus als ideal bezeichnet werden kann.
  • Befindet sich ein drehender  Helikopter auf der Plattform, so muss mit diesem zuerst Kontakt aufgenommen werden, bevor der Anflug fortgesetzt wird.
  • Wegen den Verwirbelungen auf dem Landeplatz müssen vor allem Kleinhelikopter über eine genügend grosse ­Leistungsreserve verfügen.
  • Bei Starts mit grossem Rückenwind (Nordwind) ist es von Vorteil, wenn die «Groundwheels» mitgenommen werden, um den Helikopter in den Wind zu drehen.
  • Für Starts bei Südwind muss eine genügend grosse Leistungsreserve vorhanden sein, um problemlos auf die Höhe der Lärmschutzwand zu steigen. 
  • Bei Rundflügen um das Matterhorn oder bei Landungen auf den Gebirgslandeplätzen rund um Zermatt darf unter keinen Umständen das Dorf Zermatt oder die umliegenden Weiler überflogen werden.
  • Auf dem Baudepot nördlich des Heliportes befindet sich ein gelber Kran, welcher fast die Höhe des Platzes erreicht und dessen Ausleger im Laufe der Zeit an Länge gewonnen hat. Dieser Kran ist ständig in Bewegung! Somit ist es sehr gut möglich, dass sich der Ausleger in der für uns ungünstigen Position quer zur Anflugachse befindet!
  • Ebenfalls nördlich des Heliportesbefindet sich die Galerie. Die Galerie ist der Umschlagplatz für Material, welches von der Air-Zermatt auf die verschiedenen Baustellen geflogen wird.
  • Befindet sich bei der Galerie ein drehender Helikopter auf dem Boden oder in der Luft, so muss auch mit diesem zuerst Kontakt aufgenommen werden, bevor der Anflug fortgesetzt wird.

Achtung Kran!

Alle Preise verstehen sich in CHF inkl. MWST exkl. Versandkosten.

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