Aushub in Zermatt -
eine Woche als Flughelferin
Die letzten Tage des Aushub stehen an. Im Mai und Oktober dürfen jeweils mit einer Sonderbewilligung der Gemeinde Zermatt, Unterlasten im Dorf transportiert werden. Organisatorisch ist dies für die Flughelfer sowie die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter eine spannende Herausforderung.

Teamwork makes the dream work
Mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis beider Abteilungen zu stärken, den Teamspirit zu fördern und eine optimale und möglichst lückenlose Planung zu gewährleisten, schnuppern die Einsatzleiterinnen- und Leiter jeweils während einer Woche „Flughelfer-Luft“. Einen Einblick davon gibt es untenstehend.
Kurze Transportwege sind essenziell
Wie jeden Morgen, füllt sich auch während der „Aushub-Zeit“ die Küche um 06:45 Uhr. Gespannt warten die Flughelfer, Einsatzleiterinnen und die Piloten auf das anstehende Briefing. Insgesamt sind rund 10 Flughelfer aufgeteilt in Zweier- oder Dreiergruppen auf drei Helikopter eingeplant und auf die verschiedenen Baustellen verteilt. Insgesamt waren es rund 60 Baustellen, welche letzten Mai mit dem nötigen Material versorgt wurden. Dabei sind die Baustellen in ganz Zermatt verteilt. Um die Flüge über dicht besiedeltes Gebiet bestmöglich zu vermeiden, ist der Aussendienst der Air Zermatt stets bemüht, lokale Auf- und Abladeplätze zu organisieren. So werden beispielsweise Holzlatten von einem Elektrofahrzeug neben dem Gebäude, direkt aufs Dach geflogen, um unnötiges Umladen bzw. lange Flüge zu vermeiden. Was für die Flughelfer wiederum heisst, dass es zwischen den verschiedenen Baustellen nur wenig Zeit gibt, sich zu verschieben. Hinzu kommt, dass während der beiden „Aushub-Monate“ Fahrzeuge mit 4-Achsen durch das dennoch autofreie Zermatt verkehren, was die Fortbewegung der Flughelfer um Einiges erschwert. So werden für eine Verschiebung von wenigen einhundert Metern, bald einmal viel Zeit beansprucht. Manche Flughelfer sind dabei mit dem Bike von Baustelle zu Baustelle unterwegs, währenddem wiederum andere mit dem Elektrofahrzeug oder mit dem Camionette umherfahren, um allenfalls am anderen Dorfende einen zusätzlichen Helikopter-Tankplatz einzurichten.
Hier kommt die Einsatzleitung ins Spiel. Bereits beim Annehmen der Aufträge müssen die Standorte der verschiedenen Baustellen so gut wie möglich organisiert und vor allem koordiniert werden. Kurze Wege sind essenziell, um allen Kundenanfragen während dieser kurzen Zeit von nur einem Monat gerecht zu werden. Sobald eine Baustelle von den Flughelfer vorbereitet ist, wird dies der Einsatzleitung gemeldet und die Rotorblätter der weiss-roten Maschinen dürfen sich endlich drehen.
"Gute Planung und Koordination ist das A und O"
Mittagspause und Energie tanken
Nach einem strengen Morgen ist das Mittagessen mehr als verdient. Schon eine kurze Auszeit später geht es mit der zweiten Tageshälfte weiter. Das Programm vom Nachmittag wird vor dem Start nochmals besprochen, da es meistens einige Änderungen gibt. Die Gruppen werden neu gemischt, verteilt und instruiert und schon geht es wieder weiter.
Ende in Sicht
Einige Baustellen, Schweiss-und Präzisionsarbeit später, kehren alle wieder zurück auf die Basis. Dabei darf ein gemeinsames Feierabendbier nicht fehlen. Der Tag lässt man Revue passieren und spricht bereits über die weiteren Baustellen und Herausforderungen. So streng die "Aushub-Zeit" ist, so spannend ist es, als Einsatzleiterin einen Einblick in den Alltag der Flughelfer zu erlangen. Der gemeinsame Austausch fördert die Zusammenarbeit im Flugbetrieb während des Alltags und trägt zu spannenden Gesprächen, auch ausserhalb des Arbeitsumfeldes bei.
Traditionell wird die "Aushub-Zeit" bei der Air Zermatt mit einem gemeinsamen Grillabend der Crew abgeschlossen.















