Die Air Zermatt bereitet sich auf die Sommersaison vor
Mit verschiedenen Kursen werden externe Partner und Mitarbeitende der Air Zermatt für alltägliche Situationen mit dem Helikopter geschult. Für die bevorstehende Sommersaison wird zum einen das Know-how aufgefrischt und zum anderen die Teamarbeit gefördert.

Die Arbeit am und vorallem unterhalb des Helikopters ist nicht ungefährlich – die Mitarbeitenden der Air Zermatt sind verpflichtet, sich fortlaufend weiterzubilden und ihr Know-how jährlich aufzufrischen. So ist es nicht nur gesetzlich vorgegeben, auch ist es der Air Zermatt ein Anliegen, ihre Mitarbeitenden in regelmässigen Abständen zu ajourieren.
Diese internen Kurse werden jeweils im April nach der Winter- und vor der Sommersaison durchgeführt. So auch diese Woche, einerseits mit dem Recurrent-Training für die Flughelfer und die Paramedics, andererseits mit dem Crew Ressource Management-Kurs, kurz CRM, bei welchem die Teamfähigkeit zwischen den verschiedenen Ressorts gefördert wird.
Ressortübergreifende Optimierung am Recurrent-Training
Der Flughelfer kommt im Alltag mit verschiedensten Hilfsmitteln in Berührung. Umso wichtiger ist es, diese zu beherrschen und richtig einzusetzen. Beim jährlichen Recurrent-Training geht es darum, Festangestellte, aber auch Freelancer für problematische Situationen zu sensibilisieren.
Sandro Imboden, Leiter Ground Operation, erklärt: „Der Refresher-Kurs wurde in diesem Jahr intensiviert und optimiert. Wir haben uns damit auseinandergesetzt, in welchen Bereichen sich im vergangenen Jahr heikle Umstände oder Vorfälle ereignet haben. Daraus resultierte eine Zielsetzung, welche uns vorgab, welche Themen wir gemeinsam anhand von verschiedenen Posten behandeln
Teamwork statt Vortrag
Hauptziel des Workshops in diesem Jahr sei es, die operierenden Bereichsglieder zu verbinden, die Aufgaben gemeinsam zu meistern und damit das Wissen auf interaktivem Wege zu vermitteln. Deshalb nehmen in diesem Jahr auch wieder alle Rettungssanitäter:innen am Kurs teil. „Bei Notfällen, aber auch im Transportgeschäft, kommt es regelmässig zu Überschneidungen und sowohl Flughelfer wie auch Rettungssanitäter müssen in der Lage sein, fähig und geübt zu reagieren“, erklärt Imboden.
In diesem Jahr seien die Module «Human External Cargo (HEC)/ Multilateral Evacuation and Rescue System (MERS)», «Feuerlöschen», «Helicopter External Sling Load Operations (HESLO)» und «Lawinen & Spaltenrettungen» behandelt worden.
«Interne Kommunikation ist ein wichtiges Stichwort.»
Für den diesjährigen CRM-Kurs war für alle im Flugbetrieb tätigen Mitarbeitenden aus Zermatt und Raron eine Exkursion auf die Testa Grigia vorgesehen, bei welcher diverse Notsituationen analysiert werden sollten. Aufgrund der Wetterlage musste das Programm allerdings leicht angepasst werden, weshalb man die Übung kurzerhand auf das Furi verlegte.
Spaltenrettung und Lawineneinsatz im Fokus
Dort wurden am ersten CRM-Tag mit den rund 35 Teilnehmenden eine Spaltenrettung, aber auch ein Lawineneinsatz unter die Lupe genommen. „In einer Notsituation gehört beispielsweise auch die Einsatzleitung zur Alarmierungskette. Auch ihnen wollen wir zeigen, auf was es bei einer Spaltenrettung oder einem Lawineneinsatz ankommt, welche Informationen wichtig sind und wie sie in der Einsatzzentrale richtig reagieren. Gleiches gilt für die Flughelfer und die Rettungscrews, wo natürlich auch der Pilot oder die Pilotin dazugehört. Interne Kommunikation ist ein wichtiges Stichwort“, erklärt Sandro Imboden den vergangenen Tag.
Das CRM-Kursprogramm wurde für die zweite Gruppe von Mitarbeitenden am Mittwoch wiederholt, dieses Mal dank strahlendem Sonnenschein auf dem trockenen Steg. Die Devise war dabei die gleiche wie beim sich jährlich wiederholenden Recurrent-Training: „Durch das gemeinsame Lösen der Aufgaben Sicherheit im Flugbetrieb schaffen, Zusammenarbeit innerhalb des Teams fördern und jeden einzelnen optimal auf die bevorstehende, intensive Transport- und Rettungszeit vorbereiten.“
Nach Abschluss der ersten drei Kurstage zeigen sich die Teilnehmer:innen sehr zufrieden. Alle sind der Meinung, dass ein gemeinsames Training innerhalb der verschiedenen Bereiche sehr sinnvoll ist. Ein Austausch, welcher vielleicht im Berufsalltag zu kurz kommt, kann an solchen Tagen ohne Hektik und Notsituationen stattfinden.
Bereits nächste Woche finden zwei weitere Kurstage statt; nach Abschluss dieser beiden Tage sollten alle Crewmitglieder sattelfest in die Sommersaison starten können.
In diesem Zusammenhang möchten wir uns auch bei unseren Partnern ZBAG, Matterhorn Speed Opening und den Rettungsspezialisten bedanken, welche einzelne Posten an den jeweiligen Kurstagen abdeckten.









