Bereits 1984 wurde er zum Leiter des Ärztlichen Dienstes ernannt und im gleichen Atemzug wurde der Ärztepool, wie er heute noch besteht und bewährt ist, gegründet. «Ursprünglich hatte man mir eine Festanstellung angeboten», erklärt der Facharzt. «Für die ärztliche Arbeit bei der Air Zermatt sind Übung und Routine allerdings unerlässlich. Diese muss im Operationssaal oder auf einer Notfallstation trainiert werden.» Mit diesem Gedanken entstand damals das sogenannte Rotationssystems, welches sich auch heute noch bewährt.
Rotierender Ärztedienst
Rund 35 Ärzte kommen jährlich für drei bis vier Wochen nach Zermatt, um ihren Dienst zu leisten. Die Anforderungen dafür sind jedoch alles andere als ein Zuckerschlecken: «Unsere Notfallärzte sind alle durch persönliche Referenzen zur Air Zermatt gekommen. Nebst dem Facharzttitel für Anästhesie/Intensiv sowie einer Ausbildung in der Gebirgsmedizin benötigen die Notfallärzte auch Erfahrung im Helikopterbetrieb: «Man kann nicht riskieren, dass ein Arzt den höheren Adrenalinspiegel hat als der Patient selbst, wenn man in die Luft abhebt.»
Durch die Pionierarbeit der Air Zermatt, die aussergewöhnlichen Rettungsmanöver und die vielseitigen Einsätze eilte der Ruf der Air Zermatt ihrer selbst voraus. «In den letzten Jahren meiner Tätigkeit konnte ich mir die Rosinen aus dem Kuchen picken und ein Team an fachkompetenten, spezialisierten und hochbelastbaren Ärzten zusammenstellen.»