Gletscherspaltenrettung -
wenn jede Minute zählt
Fällt eine Bergsteigerin oder ein Skitourengänger in eine Gletscherspalte zählt jede Minute. Das Zusammenspiel zwischen Einsatzleitung, Flughelfern, Rettungscrew und Rettungsspezialisten ist dabei essenziell.

Jede Minute zählt
“Äs git en Spalterettig, bitte z' Spaltematerial parat machu” – so tönt es durch den Heliport Zermatt, wenn die Einsatzleitung von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation, KWRO, einen Einsatz für eine Spaltenrettung erhält. Sofort bricht eifriges Treiben aus. Denn jetzt heisst es schnell sein. Bei Spalteneinsätzen zählt jede Minute. Während die Flughelfer das Spaltenmaterial, bestehend aus Dreibein, Bohrmaschinen, Ersatzakkus und Spitzhammer auf dem Platz bereitstellen, entscheidet die Einsatzleitung welcher Heli als erstes auf Platz fliegt.
"Denn, wo es eine Gletscherspalte hat, gibt es in der direkten Umgebung meistens noch weitere."
Ablauf einer Rettung
Bei Spalteneinsätzen werden primär drei bis vier Rettungsspezialisten und das Bergungsmaterial vor Ort geschickt, um die Person im Spalt zu bergen. Daher wird oft eine sogenannte “Technische Maschine” vorgeschickt. Sobald alle einsatzbereit sind, startet der Heli mit einer Crew bestehend aus Pilot, Flughelfer, Rettungsspezialist und dem Spaltenmaterial zur Unfallstelle. Aufgabe des Flughelfers ist es dabei, Material und Personen ein- bzw. auszuladen sowie für die Sicherheit des Helikopters zu sorgen.
Die Rettungscrew startet mit der Bell429 parallel und wartet abrufbereit in der Nähe der Unfallstelle bis der Patient geborgen ist. Denn zuerst ist es nun die Aufgabe der Rettungsspezialisten, den Patienten zu lokalisieren und zu bergen. Sofern möglich wird bereits aus dem Helikopter Ausschau gehalten, wo der Unfallort ist. Ist dieser lokalisiert, landet der Pilot unterhalb des Spalts. Vor dem Ausstieg sondiert der Rettungsspezialist aus dem Helikopter, ob die Stelle sicher ist. Denn, wo es eine Gletscherspalte hat, gibt es in der direkten Umgebung meistens noch weitere.
Sobald die Rettungsspezialisten mit dem Material auf Platz sind, beginnt dann die eigentliche Bergung. Wie aufwändig diese ist, ist situationsabhängig. Ist der Patient beispielsweise tief gefallen, eingeklemmt oder verschüttet worden, werden sofort weitere Rettungsspezialisten aufgeboten und von der technischen Maschine auf Platz geflogen.
Das Ende des Rettungseinsatzes
Ist der Patient geborgen, übernimmt die Rettungscrew und kümmert sich um die Versorgung des Patienten. Sobald dieser transportbereit ist, startet der Rettungshelikopter in Richtung Zielspital.
Die Rettungsspezialisten an der Unfallstelle räumen ihre Ausrüstung zusammen und werden dann wiederum von der technischen Maschine abgeholt und zurück ins Tal geflogen. Dies bedeutet zeitgleich das Ende des Rettungseinsatzes.
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