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Air Zermatt am internationalen Bergrettungskongress in Innsbruck

Wenn sich Bergretterinnen und Bergretter aus aller Welt treffen, steht ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt: Menschen in Not noch sicherer und wirksamer zu helfen. Anfang Oktober fand in Innsbruck der diesjährige Kongress der Internationalen Kommission für Alpines Rettungswesen (ICAR) statt. Auch die Air Zermatt war vertreten.

22. Oktober 2026

Die ICAR bringt Fachleute aus der Berg- und Luftrettung, der Lawinenrettung und der alpinen Notfallmedizin zusammen. In Vorträgen, Workshops und praktischen Demonstrationen teilen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, diskutieren neue Erkenntnisse und lernen voneinander. Dieser internationale Austausch ist besonders wertvoll: Denn auch wenn sich Gelände, Einsatzmittel und Abläufe von Land zu Land unterscheiden, stehen Rettungsorganisationen oft vor ähnlichen Herausforderungen. Was sich andernorts bewährt, kann wichtige Impulse für die eigene Arbeit liefern und letztlich die Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie Rettungsteams erhöhen.

Die Air Zermatt brachte in Innsbruck nicht nur ihre langjährige Erfahrung ein, sondern gestaltete das Fachprogramm auch aktiv mit: Evelien Cools, Notärztin bei der Air Zermatt, hielt ein Referat und gewährte Einblicke in ihre Arbeit.

Medizinische Fitness als Voraussetzung für sichere Bergrettungen

Beim ICAR-Kongress geht es nicht nur um neue Rettungstechniken und medizinische Erkenntnisse, sondern auch um die Sicherheit der Rettungskräfte selbst. Genau diesem Thema widmete sich Evelien Cools, Notärztin der Air Zermatt, in ihrem Referat «Medical Assessment of Mountain Rescuers» (Medizinische Beurteilung von Bergrettungskräften).

«Wir sind regelmässig unter anspruchsvollen Bedingungen im Gebirge unterwegs. Deshalb müssen wir nicht nur körperlich, sondern auch mental fit sein», erklärt Cools. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann dies im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben; sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für das gesamte Rettungsteam.

Forschungsprojekt soll einheitliche Standards schaffen

Die körperlichen und mentalen Anforderungen an Bergrettungskräfte sind hoch. Umso wichtiger ist es, ihre medizinische Einsatzfähigkeit regelmässig zu überprüfen. Bislang fehlen jedoch international einheitliche Richtlinien, nach welchen Kriterien solche Untersuchungen durchgeführt werden sollen.

Hier setzt ein Forschungsprojekt der ICAR an, an dem auch Evelien Cools beteiligt ist. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam kontaktierte sie die über 140 Rettungsorganisationen der internationalen Vereinigung. Ziel war es, herauszufinden, wie die medizinische Eignung von Bergrettungskräften in den verschiedenen Organisationen beurteilt wird und welche Untersuchungen bereits durchgeführt werden.

Die erhobenen Daten sollen als Grundlage dienen, um künftig eine standardisierte medizinische Beurteilung für Bergrettungskräfte zu entwickeln. Damit könnten gesundheitliche Risiken frühzeitig erkannt und die Sicherheit bei Rettungseinsätzen weiter verbessert werden.

Air Zermatt setzt auf regelmässige Gesundheitschecks

Bei der Air Zermatt sind regelmässige medizinische Untersuchungen bereits etabliert. Piloten und Rettungssanitäter werden mindestens einmal jährlich medizinisch untersucht. Die Kosten dafür übernimmt die Air Zermatt. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit seiner Mitarbeitenden und der Menschen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind.

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